Handschrift, Google Doodle Noether und das Mathe-Abitur

Oder: Warum das richtige Schreibinstrument so wichtig ist

Google ehrte gestern mit dem Google Doodle die Mathematikerin Emmy Noether. Die 1882 in Erlangen geborene Wissenschaftlerin hat auf ihrem Gebiet Großes geleistet, stieß aber immer wieder auf Widerstände, da sie eine Frau war. 1933 emigriert Noether, die aus einer jüdischen Familie stammte, in die USA, wo sie als Gastprofessorin an einer Privathochschule unterrichtete.

Handschrift Google Doodle Noether
Handschrift Google Doodle Noether

Zahlen als Handschrift

Mathematik ist heute ein großes Thema, wird doch heute Mathe-Abitur am Technischen Gymnasium geschrieben. Dabei müssen sehr viele Zahlen geschrieben werden und zwar von Hand. Das ist ein Umstand, der gar nicht so oft bedacht wird. Wenn wir schreiben, besonders, wenn wir an die Kalligrafie denken, oder auch an die Handschrift im Allgemeinen, denken wir immer an Text. Hin und wieder kommt vereinzelt eine Zahl vor, aber wann beschreiben wir seitenweise Blätter mit Zahlen und Formeln? Ich mache das nie. Andere aber offensichtlich schon.

Handschrift Google Doodle Mathematik
Handschrift Google Doodle Mathematik

Ich habe mir nun einige solcher Blätter angeschaut, die in Vorbereitung für das Mathematik-Abitur beschrieben wurden. Dabei fiel mir auf: Hier werden ganz besondere Anforderungen an das Schreibinstrument gestellt.

Handschrift mit dem Pelikan Füller

Handschrift Füller Pelikan
Handschrift Füller Pelikan

Wir KalligraphInnen achten ja immer darauf, dass Strichdicke und Stärke des Schreibinstruments zusammenpassen. Das ist ja auch dringend erforderlich, damit die Punzen (Buchstaben, hier Zahleninnenräume nicht zulaufen). Was aber, wenn innerhalb eines Schriftstückes große Zahlen und kleine Zahlen geschrieben werden müssen (nicht Null und eine Million, sondern Eins und Hochzahlen zum Beispiel, oder Brüche). Hier muss ein Schreibinstrument her, das einen ausreichend dünnen, aber keinen dürren Strich macht, um diese kleinen Zahlen noch klar wiederzugeben und die größeren satt auf dem Papier sitzen zu lassen. Ein Füller am besten. Ein Füller, der nicht schmiert, der beim ersten Strich da ist, den man nicht zum Schreiben überreden muss. Ein Füller, der mit großen Patronen für ein langes Mathematik-Abitur betankt werden kann. Dessen Tinte man „killern“ kann – nicht immer ist der erste Gedanke der richtige.


Eine mittelweiche Feder tut gute Dienste: „M“ heisst sie im Pelikan style. Ein Füller, der in der Hand der AbiturientInnen gut aussieht und ihnen heute im Ernstfall ein guter Begleiter sein wird.


In diesem Sinne: Toi Toi Toi, für alle, die heute ran müssen!

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